JUNIQ/EPIQ Spring School on Quantum Computing 2026
Quantentechnologien in der praktischen Anwendung
Spring School zu Quantencomputing-Algorithmen
Die fünftägige Spring School bietet eine praxisorientierte Einführung in die Entwicklung und Implementierung von Algorithmen auf verschiedenen Quantencomputing-Plattformen – darunter gate-basierte Systeme und Quanten-Annäherungsverfahren (Quantum Annealer). Die Teilnehmenden arbeiten mit realer Quantenhardware über die cloudbasierte JUNIQ-Plattform und erhalten direkten Zugang zu den Ressourcen des Jülich Supercomputing Centre sowie seiner Projektpartner.
Das Programm wird durch Vorträge führender Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie ergänzt, die grundlegende Konzepte, Anwendungsbeispiele und aktuelle Entwicklungen im Quantencomputing beleuchten. Eine Postersession bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen Forschungsinteressen oder laufende Projekte vorzustellen.
Themen & Inhalte
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Einführung in gate-basiertes Quantencomputing
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Einführung in Quantum Annealing
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Quanten-Simulation
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Formulierung von QUBO-Problemen und Ising-Modellen
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Quantum Approximate Optimization Algorithm (QAOA)
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Fehlerkorrektur und Fehlerreduktion
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Klassische vs. Quanten-Optimierung
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Kühlmechanismen in Quantenprozessoren
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Quantencomputing mit Ionenfallen
Teilnahme, Bewerbung & Ablauf
Die Spring School richtet sich in erster Linie an Promovierende in den frühen Phasen ihrer Forschung im Bereich Quantencomputing. Sie steht aber auch motivierten Bewerber:innen aus verwandten Fachrichtungen offen.
Ort: Forschungszentrum Jülich, Gebäude 16.4 (Rotunde), Raum 301
Sprache: Englisch
Teilnahmegebühr: Kostenfrei
Teilnehmendenzahl: Maximal 24 Personen
Zeitraum: 16.–20. März 2026, jeweils 09:00–17:00 Uhr
Bewerbung & Frist
Für eine vollständige Bewerbung sind folgende Schritte erforderlich:
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Online-Registrierung über die Veranstaltungswebseite
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Einreichen eines Motivationsschreibens und Lebenslaufs in einer PDF-Datei an:
training-juniq@fz-juelich.de
Betreff: Motivation Letter Spring School 2026
Bewerbungsschluss: 28. Februar 2026
Erfolgreiche Bewerber:innen erhalten eine Bestätigung per E-Mail.
Leistungen
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Zugang zu Vorträgen und Hands-on-Sessions
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Betreuung in Kleingruppen durch Expert:innen
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Mittagessen sowie Kaffee/Tee an allen Tagen
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Abendessen am ersten und letzten Veranstaltungstag
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Exkursion ins historische Stadtzentrum von Aachen
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ÖPNV-Ticket für die Region Aachen–Jülich (gültig für die gesamte Woche)
Hinweis: Unterkunft ist nicht inbegriffen und muss individuell organisiert werden. Empfohlene Orte zur Übernachtung sind Jülich (z. B. Stadthotel, Hotel Hexenturm), Düren oder Aachen (nahe Hauptbahnhof).
Event Details
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FAQ
Mit Quantencomputern lassen sich mathematische Probleme lösen, die konventionellen Computern für immer verschlossen bleiben werden. Mit jedem Qubit verdoppelt sich die Anzahl parallel durchführbarer Operationen. Dies wird es in Zukunft erlauben, bisher praktisch unlösbare Probleme effizient anzugehen.
Ein Quantencomputer rechnet mit Qubits. Im Gegensatz zu den Bits eines konventionellen Computers kann ein Qubit gleichzeitig Kombinationen (Superpositionen) aus den Werten 1 und 0 annehmen. Damit ist beim Rechnen eine parallele Verarbeitung verschiedener Eingaben möglich – es können sozusagen mehrere mögliche Lösungen zeitgleich ausprobiert werden. Das macht Quantencomputer so viel schneller und effizienter als klassische Rechner und selbst Supercomputer.
Als Quanten bezeichnet man die kleinstmögliche Einheit einer physikalischen Größe. Sie ist nicht weiter teilbar. Ein Beispiel für Quanten sind die Photonen oder auch Lichtteilchen, aus denen elektromagnetische Strahlung besteht.
Quantenbits oder Qubits sind die kleinste Recheneinheit eines Quantencomputers – so wie die Bits bei einem konventionellen Computer. Der Unterschied: Quantenbits können die Zustände 0 und 1 gleichzeitig annehmen.
Quantengatter sind die elementaren Rechenoperationen eines Quantencomputers. Es handelt sich dabei nicht um physikalische Bauteile, sondern um zeitlich steuerbare Interaktionen der Qubits miteinander oder mit ihrer Umgebung. Die Qualität dieser Gatteroperationen lässt sich mit unserer MAGIC-Technologie signifikant steigern.
Die Anwendungsmöglichkeiten von Quantencomputern sind vielfältig. Sie reichen von Fragen der Grundlagenforschung, wie etwa der Simulation großer Quantensysteme, bis zu Problemstellungen aus Logistik, Finanzwesen, Chemie oder dem maschinellen Lernen.
Qubits sind extrem empfindlich. Damit sie stabil genug sind, um Berechnungen durchführen zu können, müssen sie gegen äußere Einflüsse abgeschirmt und Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. Dazu sind aufwendige Verfahren nötig, die die Qubits bis zum absoluten Nullpunkt, auf -273,15 °C, herunterkühlen. Durch unsere MAGIC-Technologie lässt sich dies erheblich vereinfachen.
Funktionierende Rechner mit bis zu Dutzenden Qubits existieren bereits – und können erste spezielle Testprobleme lösen, für die klassische Rechner sehr viel länger bräuchten. Bis ein völlig frei programmierbarer Quantencomputer für industrielle Anwendungen interessant wird, ist aber noch einiges zu tun: Die Zahl der Qubits und insbesondere die Qualität der Gatteroperationen, also der einfachsten Rechenschritte, müssen erhöht werden.
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